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Weinbergsingen im Fränkischen Weinland

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urz vor der diesjährigen Sommerpause fuhr unser Chor nach Ipsheim, einem Marktflecken an der „mittelfränkischen Bocksbeutelstraße“ zwischen Neustadt a.d.Aisch und Bad Windsheim gelegen. Zu Füßen der Burg Hoheneck wächst dort – wie auch in den klassischen Anbaugebieten am Main – ein ausgezeichneter Tropfen Frankenwein.
Von den fränkischen Winzern werden die Trauben und der Wein mit sehr viel Liebe gehegt und gepflegt, sodass es nicht wundert, dass ihre Gewächse bei Kennern und Genießern so hohe Anerkennung finden. Über 40 Medaillen in Gold, Silber und Bronze wurden den Ipsheimer Winzern allein im letzten Jahr verliehen.

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a durften wir beim Weinbergsingen im Hoffmann’schen Weinberg am 1. August  nicht fehlen!
Schon Martin Luther hatte ja gesagt: „Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“.
Der gegorene Rebensaft hat  erwiesenermaßen vielfältige positive Wirkungen auf Körper und Seele. Und neben dem Wein erfreut bekanntlich Musik das Herz. Was läge also näher, als die Sangeslust fröhlicher Chorsänger einzubeziehen?
Veranstaltet vom Gesangverein Frohsinn 1836 Ipsheim e.V. hatte sich ein halbes Dutzend Chöre der näheren und weiteren Umgebung zu einem fröhlichen öffentlichen Gesangsnachmittag mitten im Weinberg -- unweit einer  am gleichen Tag neu eingeweihten ökumenischen Kapelle --  eingefunden. Majestätisch erhob sich  die alte Hohenzollernburg Hoheneck gegen den blauen Himmel. Für Essen und Trinken wurde reichlich und zu erschwinglichen Preisen gesorgt. Die Geselligkeit und Stimmung waren perfekt!

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Vorausgegangen war eine interessante und lehrreiche Führung durch die steilen Rebanlagen, die einerseits unseren Wissensdurst über die Traubenpflege und Weinherstellung stillte, andererseits dem zunehmenden Hunger- und Durstgefühl beträchtlich zusetzte.
Gegen Mittag war es dann soweit, wir konnten uns genüsslich in einem der „Weinnester“ – ein Bewirtungshaus mit überdachter Veranda - niederlassen. wo die Ipsheimer Winzer Spitzenweine und andere kulinarische Köstlichkeiten anbieten, die neben den musikalischen Leckerbissen dem Frohsinn Tür und Tor öffnen.

Weinkönigin

Ihre erlauchte Lieblichkeit, Weinkönigin Sabine Eber, begrüßte uns Sänger mit einem Riesenpokal des Rebensaftes und  ermunterte mit süßem Lächeln zur Weinprobe. Wer hätte da angesichts dieses Gaumen- und Augengenusses widerstehen können!

Die im Laufe des Nachmittags von den einzelnen Chören dargebrachten Lieder und Weisen ließen den wunderschönen Sommertag im Weinberg für alle Anwesenden zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Erfrischt an Leib und Seele fuhren die Gäste und Sänger in den        späten Nachmittagsstunden frohgemut nach Hause, wobei so mancher eine innere Stimme zu vernehmen glaubte: „der (Wein-)Berg ruft – komm bald zurück!“

Günter Pönitsch
31.08.2010