Wasserschutzpolizei in Bayern
Geschichtliche
Entwicklung
Im Amtsblatt des Bayerischen Bezirksamts
Ludwigshafen am Rhein vom 06. Juli 1926 ergeht an die Bürgermeisterämter
und Gendarmeriestationen des Bezirkes die folgende Information:
"Gem. Entschließung des Bayer. Staatsministeriums des Innern vom
18.06.1926 ist ab 01.07.1926 eine eigene staatliche Rheinpolizei
eingerichtet und dem Bezirksamt Ludwigshafen am Rhein übertragen worden."
Man erinnere sich zurück:
Die Pfalz war bis 1946
bayerisch.
Das Land Rheinland-Pfalz wurde erst durch Verordnung
der französischen Militärregierung vom 30.08.1946 aus der bayerischen
Pfalz, Rheinhessen und Teilen der preußischen Rheinprovinz Hessen-Nassau
gebildet.
Erste Überlegungen für eine
Überwachung des Schiffsverkehrs durch bayerische Polizeikräfte auf dem
Rhein
Der Reichsminister für die besetzten Gebiete hat
sich bereits im Mai 1925 mit der Tätigkeit der militärischen
Kontrollposten in den rechtsrheinischen Häfen befaßt. Die alliierte
Binnenschiffahrtskommission (Commission Interallee de Navigation de
Campagne, abgekürzt C.I.N.C.) hatte seit mehreren Jahren in den
rechtsrheinischen Häfen von Emmerich, Wesel, Mannheim und Karlsruhe
Kontrollposten zur überwachung des Schiffsverkehrs eingerichtet. Diese
Posten waren auf dem rechten Ufer untergebracht. Die Deutsche
Reichsregierung hat von Anfang an diese Maßnahme als unzulässig
bezeichnet, da das rechte Rheinufer nicht zum besetzten Gebiet gehörte.
Nach langwierigen Verhandlungen war am 10. März 1925 in Koblenz ein
Abkommen zwischen Vertretern der Reichsregierung und der
Rheinlandkommission zustande gekommen. Die Reichsregierung hat dem
Abkommen vorbehaltlich des deutschen Rechtsstandpunktes zugestimmt.
Daraufhin hat auch die Rheinlandkommission am 23. April 1925 das Abkommen
ratifiziert.
Im Mai 1925 hat die Regierung der Pfalz an das
Staatsministerium des Innern in München geschrieben und wegen der
Einrichtung einer Rheinpolizei um die Genehmigung ersucht, den Sollstand
der Gendarmerieabteilung der Pfalz um 5 Beamte zu erhöhen. Die dazu
eingeschaltete Interalliierte Rheinlandoberkommission hat diesem Antrag
stattgegeben, jedoch unter dem Vorbehalt, dass die 5 Mann, aus denen der
Polizeiposten zusammengesetzt wird, aus den besetzten Gebieten stammen
müssen.
Aufgabe und Zuständigkeit der
Rheinpolizei
Die Rheinpolizei hatte die Aufgabe, auf
der bayerischen Rheinstrecke die Ruhe, Ordnung und Sicherheit aufrecht zu
erhalten, Personen und Eigentum zu schützen, gemeinschädliche Handlungen
zu verhüten und alle strafbaren Handlungen zu verfolgen.
Ihre
Zuständigkeit erstreckte sich auch auf das Ufer des Rheins und die
unmittelbar damit zusammenhängenden Anlagen, insbesondere auf das
Hafengebiet von Ludwigshafen. Die Beamten waren Hilfsbeamte der
bayerischen Staatsanwaltschaft.
Die Richtlinie enthielt Angaben
über die örtliche Zuständigkeit der Rheinuferstaaten Preußen, Hessen,
Bayern und Baden. So war die Preußische Rheinpolizei von der holländischen
Grenze bis zur Mündung des Mains und auf den preußischen Teilen der
Mainstrecke von der Mündung bis zur bayerischen Grenze zuständig.
Die Hessische Rheinpolizei war tätig auf der Strecke von der
Mündung des Mains bis zur hessisch-badischen und hessisch-bayerischen
Grenze. Von diesen Markierungspunkten an aufwärts nahmen Bayern und Baden
die Rheinpolizeiaufgaben auf ihren Hoheitsgebieten war.
Schon
damals hatte man große Schwierigkeiten die bayer. Rheinpolizei angemessen
unterzubringen. Seit Oktober 1925 war man nach einem geeigneten Gebäude
auf der Suche. Im neuerrichteten Hafenamt konnten dann die 5 Beamten der
Rheinpolizei bis auf jederzeitigen Widerruf untergebracht werden. Aber
bereits im Dezember 1925 gelang es ein einstöckiges Häuschen am Eingang
des Zollhofes anzumieten, das nur wenige Meter vom Hafen entfernt war. So
war es möglich, dass die Beamten "ohne Aufenthalt" das Motorboot besteigen
konnten. Im Häuschen waren ein Dienstraum und die Wohnräume für sämtliche
ledige Beamte.
Im Januar 1926 wurde zur "informatorischen
Beschäftigung" der Führer der bayer. Rheinpolizei, ein Polizeikommissär
für die Dauer von 7 Tagen zur Zentralstelle der preußischen Rheinpolizei
nach Koblenz abgeordnet. Zu Beginn des Jahres 1926 wurde auch der erste
Bericht der Rheinpolizei der Regierung der Pfalz vorgelegt.
Auszug:
"Die
Kontrollfahrten mit dem Boot fanden teilweise bei Tag, teilweise bei Nacht
zu den verschiedensten Stunden statt. Von Ludwigshafen nahmen 2
Polizeibeamte und ein Gendarmeriebeamter teil. Gleichzeitig waren an Land
Streifen unterwegs, die sich in gleicher Höhe mit dem Boot bewegten.
Sämtliche Fahrten haben in Absprache mit der Polizei Mannheim
stattgefunden und von dort waren stets Beamte abgestellt, so dass sich bei
jeder Fahrt 8 bis 9 Beamte an Bord des Bootes befanden. Das Boot wurde
noch immer vom Hafenbauamt der Stadt Mannheim zur Verfügung gestellt, das
zunächst auf Kostenersatz verzichtete. Nur für den Motorbootführer wurde
eine Vergütung von 80 Pfennig vereinbart. Später mußte auch Benzin und
Schmieröl bezahlt werden. Die Dauer der Streifen bewegten sich zwischen 2
und 4 Stunden.
Bis auf einige Schwarzfischer und Kohlendiebe
wurden keine nennenswerten Vorkommnisse zur Anzeige
gebracht".
Das Staatsministerium des Innern
erließ bereits im Juni 1926 wegen der Kosten für Unterbringung,
Stundenvergütung und Betriebsstoffe für das Boot eine Verfügung, wonach im
Hinblick auf die außerordentlich hohen Kosten den Beamten "zur strengsten
Pflicht" gemacht wurde, das Boot nur bei unbedingter Notwendigkeit zu
benützen.
Das zur polizeilichen Überwachung eingesetzte Motorboot
des Hafenamtes wurde immer von einem Bediensteten dieser Dienststelle
geführt. Das Hafenamt schrieb dazu an die Rheinpolizei:
"Gegen die Zulassung eines
motorkundigen Gendarmen als Bootsführer bestehen seitens des Hafenamtes
gewichtige Bedenken. Ich halte es für bedenklich, wenn gerade das
Hafenboot von einem Führer gesteuert würde, der den Schwierigkeiten des
Fahrwassers nicht gewachsen ist. Außerdem befürchte ich eine
Vernachlässigung des Bootes und seiner Einrichtungen, wenn mit seiner
Wartung und Instandhaltung verschiedene Personen beauftragt
sind."
Die 5 Beamten kamen von der
Gendarmerieabteilung der Pfalz und versahen ihren Dienst in bürgerlicher
Kleidung und waren mit Revolver und "Gummiknüppel" bewaffnet.
Das
Bezirksamt Ludwigshafen wies im Juni 1926 ein Ansinnen des Hafenamtes
zurück, wonach die Polizeibeamten die Stromaufsichtsbeamten "zu
unterstützen" hätten.
Bereits damals gab es Bedenken wegen dieser
Formulierung, dass allmählich ein Abhängigkeitsverhalten der
Gendarmeriebeamten von den Stromaufsichtsbeamten entstehen könnte. Noch
heute tauchen gelegentlich solche Vorstellungen bei der Wasser- und
Schiffahrtsverwaltung des Bundes auf.
Die Gendarmerieabteilung der
Pfalz legte auf Anordnung der Regierung der Pfalz einen ausführlichen
Bericht über die Notwendigkeit eines eigenen Polizeibootes vor. Es wurde
z. B. erklärt, dass es bei einem Polizeiboot weniger darauf ankommt, wie
oft und wie lang gefahren wird, als darauf, dass das Boot zur gegebenen
Zeit und am richtigen Platz zur Verfügung steht.
Parallelen zu
heute lassen sich leicht herstellen, auch wenn wirtschaftliche Aspekte
berücksichtigt werden müssen.
Im September 1926 bat die Regierung
der Pfalz bei verschiedenen Schiffswerften um Angebote für ein
Motor-Kajütboot. Die Schiffswerft und Kesselschmiede Gebr. Sachsenburg gab
folgendes Angebot ab:
| Länge |
10,10 m |
| Breite |
2,50 m |
| Seitenhöhe |
1,25 m |
| Tiefgang |
80 cm |
| Baustoff |
Eisen |
| 1 Bayern-Motor |
45 oder 60 PS |
| zum Preis von |
13 300,-- RM |
| Lieferzeit |
10-12 Wochen |
Auch die Lürssen, Yacht- und Bootswerft in
Vegesack bei Bremen gab ein Angebot ab, jedoch ohne Nennung eines Preises.
Die Oberrheinische Schiffswerft Gebr. Spatz beteiligte sich
ebenfalls an der Ausschreibung. Der Oberpräsident der Rheinprovinz befaßte
sich nun im Oktober 1926 mit dem Ankauf eines Motorbootes für die bayer.
Rheinpolizei. Er ging von einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren aus.
An Instandhaltungskosten würden jährlich 75 bis 100 DM, für Neuanstrich,
kleinere Ergänzungen bzw. Ausbesserungen, vorgesehen. Die ca. 30jährige
Lebensdauer gilt noch heute für bayer. Polizeiboote, nur die Anschaffungs-
und Unterhaltskosten sind im Vergleich zum Jahr 1926 schon astronomisch
hoch geworden. Auch mit der Unterbringung des Bootes in einer Bootshalle
befaßte man sich bereits damals, ohne jedoch eine solche anzuschaffen.
Zu einer kleinen Aufregung kam es im November 1926 als der
Oberbefehlshaber der Französischen Rheinarmee die interalliierte
Rheinland-Oberkommission benachrichtigte, dass für die beiden Beamten der
bayer. Rheinpolizei Fischer und Schatz ein Duplikat der auf sie
ausgestellten Waffenscheine an die Militärbehörden übersandt worden war.
Nun waren nämlich diese 2 Beamten nicht in der Personalliste des
Rheinpolizeipostens aufgeführt. Der Herr Präsident der interalliierten
Rheinland-Oberkommission wollte nun wissen, ob der genehmigte Posten von 5
Beamten um 2 "Einheiten" verstärkt worden ist, oder es sich um Ersatz für
andere Beamten handelte. Der Fall ließ sich aufklären, es handelte sich
nicht um schwarze Bestände sondern um Ersatzbeamte.
Die
Rheinpolizeibeamten mußten sich in den ersten 6 Monaten u. a. mit
folgenden Vorgängen befassen:
- 28
|
Unterschlagungen und Diebstähle |
- 84
|
Steuerhinterziehungen |
- 120
|
Fischereirechtliche Verstöße |
- 168
|
Verstöße gegen die Rheinschiffahrtspolizeiverordnung, meist
aufgrund fehlender Besatzung französischer Schiffe |
- 72
|
Personen festgenommen, davon |
| 27 |
Festnahmen gewerbsmäßiger Dirnen, die fast alle
geschlechtskrank waren. |
Die Regierung der Pfalz, welcher der
Arbeitsbericht vorgelegt wurde, fragte umgehend bei der Rheinpolizei an,
ob die 27 Dirnen auf französischen Schiffen angetroffen wurden.
In
der Antwort ist dazu vermerkt:
"Von den Dirnen waren etwa 10 auf
französischen Schiffen und wurden von dort heruntergeholt, ohne dass es
Schwierigkeiten gegeben hat. Nur in einem Fall rief einer von den
Schiffern: -Wir sind Franzosen und ihr habt uns hier überhaupt nichts zu
sagen-. Im allgemeinen ist zu sagen, dass die französischen
Schiffsbesatzungen, die meistens aus Elsässern und zum kleineren Teil auch
aus ehemaligen Seperatisten bestehen, von Haus aus schlechter
diszipliniert sind....".
Europa war halt damals noch weit!
Ein herausragendes Ereignis war im Jahr 1927 die Anschaffung eines
eigenen Polizei-Rheinstrombootes für das auch eine Haftpflichtversicherung
über 13.000,-- Mark beantragt wurde. Aber damals wie heute wurde vom
Oberpräsidenten der Rheinprovinz entschieden, dass es dem allgemeinen
Staatsgrundsatz der Selbstversicherung entspricht, also nicht extra
versichert werden muss.
Es gab aber zu dieser Zeit zwischen den
verschiedenen Rheinpolizeien erhebliche sichtbare Unterschiede. So trugen
die Beamten der Badischen Rheinpolizei bereits Uniform, ähnlich der
Marine. Ein Dienst in bürgerlicher Kleidung war dort verboten. Die
bayerischen Beamten bekamen vom Dienstherren lediglich Regenmäntel mit
Kapuzen, Lederjacken und Arbeitsanzüge gestellt. Ihren Dienst haben sie
weiter in bürgerlicher Kleidung verrichtet.
Nachdem Bayern um ein
eigenes Polizeiboot "Rheinwacht" bat, beantragte der Präsident des
Landesfinanzamtes in Würzburg, die Mitfahrt von Zollbeamten bei den
Streifenfahrten. Man kam dem Wunsch der Zollbehörde entgegen und
vereinbarte bei längeren Streifenfahrten die Teilung der Betriebskosten.
Eine Überlassung des Polizeibootes an die Zollbehörde zu selbständigen
Kontrollfahrten lehnte man jedoch ab.
Zwischenzeitlich erfolgte
auch die Ausbildung der Motorbootsführer. Eine Prüfung, bei der
Fahrkenntnisse und Motorbedienung nachgewiesen wurde, legten die Beamten
beim Hafenamt ab.
In den folgenden Jahren wurde der
Rheinpolizeidienst wie vorgeschrieben erfüllt.
Aus dem
Tätigkeitsbericht der Rheinpolizei Ludwigshafen vom 02. Januar 1932:
"Mit Beginn des Herbstes wurde die
Schiffahrt auf dem Rhein etwas reger. Die Ursache lag jedoch größtenteils
in der Veränderung des Wasserstandes. Durch den niedrigen Wasserstand
konnten die Schiffe nicht mehr volle Ladung nehmen und es mußten mehr
Fahrzeuge verwendet werden. Trotzdem liegen aber noch viele deutsche
Schiffe wegen Arbeitsmangel still. Die französische Schiffahrt dagegen ist
voll beschäftigt."
Der Bericht könnte genauso gut 60
Jahre später in einer Zeitung zu lesen sein. Hier hat sich nicht viel
verändert.
Im Jahr 1931 wurde der Reichswasserschutz
aufgelöst. Die Badische Rheinpolizei erhielt von den Fahrzeugen der
Reichswasserpolizei das Motorboot "Stettin IV". Es handelte sich dabei um
eine guterhaltene Marinebarkasse von 14 m Länge. Das Boot wurde nach
Überholung auf dem Bodensee in Konstanz als Polizeiboot eingesetzt.
Zu einer ersten Stellungnahme des Referats 21 (Bezirksamt
Ludwigshafen) über die Organisationsform der bayer. Rheinpolizei kam es im
April 1933. Die Rheinpolizei als Bestandteil der Gendarmerie war dem
Bezirksamt Ludwigshafen unterstellt. Eine Änderung der dienstlichen
Unterstellungsverhältnisse wurde verworfen, weil der Hauptteil der
Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Flussbauamt Speyer, dem Hafenamt
Ludwigshafen und der Amtsanwaltschaft erfolgte. Die erwogene Unterstellung
der Rheinpolizei unter die örtliche Polizeidirektion wurde nicht
realisiert, weil dies "zur Erhaltung eines bewährten Dienstverkehrs in
diesem Spezialgebiet mit den beteiligten übrigen Bezirksämtern der bayer.
Rheinstrecke erwünscht war."
So einfach hat die Administration
die Organisationsform der bayer. Rheinpolizei begründet.
Die Bayer. Wasserschutzpolizei ab dem
Jahr 1937 bis Kriegsende
Die politischen Verhältnisse
in Deutschland änderten sich zunehmend. Das hatte natürlich auch
Auswirkungen auf die gesamte Polizei. Im Jahr 1937 wurde die
"Rheinstrompolizei" wieder in "Reichswasserschutzpolizei" umbenannt.
Bis zum Jahr 1937 waren die Wasserschutzpolizeien der Länder auf
Landesbasis aufgebaut. Erst bei der "Verreichlichung" der Polizei im Jahre
1937 erfolgte ihre Zusammenfassung im Sektor Schutzpolizei unter dem
damaligen Reichsinnenminister. Bei dieser Organisation blieb es bis zum
Kriegsende 1945.
Wasserschutzpolizei auf
der Donau
An der bayerischen Donaustrecke vollzog sich
der Aufbau der Wasserschutzpolizei erheblich später als am Rhein. Im
Jahr 1937 errichtete die Polizeidirektion Regensburg die erste
Wasserschutzpolizei-Station in ihrem Bereich. Im Jahr 1938 wurde das
Wasserschutzpolizeikommando "Donau" in Wien geschaffen, das 1941 die
Wasserschutzpolizei-Wache Passau aufbaute und diese der WSP-Station
Regensburg unterstellte.
Nach dem Krieg lagen auf der Donau
unzählige Schiffe, aber sie durften nicht fahren. Der deutschen
Wasserschutzpolizei war es damals nicht erlaubt, andere als
österreichische Schiffe zu betreten. Selbst die goldenen Knöpfe an der
WSP-Uniform waren den Amerikanern ein Dorn im Auge und sie ordneten an,
dass die Beamten ihre Uniformknöpfe schwarz zu streichen hatten.
Mit der gesamten Polizei des Reiches hatte auch die
Wasserschutzpolizei nach Beendigung des 2. Weltkrieges aufgehört zu
existieren. In der US-Zone begann schon bald der Aufbau einsatzfähiger
Polizeiorganisationen in weitgehender Anlehnung an die frühere
Schutzpolizei und Gendarmerie. Die Wasserschutzpolizei, wie sie im Jahre
1937 nach der Verreichlichung der Polizei entstanden war, durfte auf
amerikanischen Befehl nicht wieder hergestellt werden. An ihre Stelle trat
die Behörde "Schiffsinspektion und Wasserschutz" nach amerikanischen
Muster. Der Sitz dieser Behörde war in Niederwalluf/Rheingau im Lande
Hessen. Diese Dienststelle nahm sowohl die sicherheitspolizeilichen
Aufgaben auf allen schiffbaren Gewässern in der US-Zone wahr, als auch die
schiffbauliche und technische Überwachung der Binnenschiffahrt auf Flüssen
und Seen.
Die verschiedenen
Organisationsmodelle der bayer. Wasserschutzpolizei ab 1945
Die Organisation "Schiffsinspektion und Wasserschutz" gliederte
sich in vier Abschnitte. In Bayern gab es den Abschnitt "Donau" mit Sitz
in Regensburg und die Wasserschutzpolizei-Station "Bayerische Seen" in
Starnberg. Das Unterstellungsverhältnis dieser Behörde war einem steten
Wechsel unterworfen. Bei ihrer Errichtung unterstand sie der
US-Transport-Division, dann dem Länderrat der US-Zone, später dem
Generaldirektor für Verkehrswesen und zuletzt im Jahre 1947/48 dem
Verwaltungsrat für Verkehr. Eine Überprüfung der allgemeinen Rechtslage im
Jahre 1948 ergab, dass der damalige Status der Verwaltung des Vereinigten
Wirtschaftsgebietes die Wahrnehmung sicherheitspolizeilicher Aufgaben
durch Behörden der Bizone nicht gestattete. Demnach war die
"Schiffsinspektion und Wasserschutz" aufzulösen und ihr Personal an die
Bundesländer zu überführen.
Das Ergebnis einer Vereinbarung
zwischen der Verwaltung für Verkehr und dem Freistaat Bayern war die
Herauslösung der Wasserschutzpolizeibeamten an der Donau und den
bayerischen Seen aus dem bisherigen Unterstellungsverhältnis von
"Schiffsinspektion und Wasserschutz". Die Eingliederung in die Bayerische
Landpolizei erfolgte am 01. Oktober 1948. Mit diesem Übernahmeakt wurde
die heutige Wasserschutzpolizei geschaffen.
An der bayerischen
Mainstrecke wurden erst die Wasserschutzpolizeiwachen Aschaffenburg,
Würzburg und Lohr errichtet, als nach 1945 der Main oberhalb Frankfurt bis
Würzburg für größere Schiffe ausgebaut wurde.
Die Eingliederung
des Wasserschutzpolizeipersonals an der bayerischen Mainstrecke und in
Lindau/Bodensee erfolgte am 01. April 1950 bzw. im Februar 1953.
Die übernommenen Wasserschutzpolizei-Dienststellen mußten nun in
die Organisation der Bayer. Landpolizei eingegliedert werden um die
Ordnung und Sicherheit auf den schiffbaren Gewässern zu gewährleisten.
Zunächst wurden die Dienststellen in "Verkehrsstreifengruppen
Wasser" an Donau, Main und Bodensee zusammengefaßt. Sie unterstanden
wirtschaftlich und dienstaufsichtlich den örtlichen
Landpolizeiinspektionen. Die Fachaufsicht wurde einem geeigneten
WSP-Beamten bei der jeweiligen Gruppe übertragen. Gemäß einer
Ministerialentscheidung wurden die "Verkehrsstreifengruppen Wasser" mit
Wirkung vom 18.07.1953 zu selbständigen, den örtlichen
Landpolizeidirektionen (heutige Polizeipräsidien) unmittelbar
unterstellten WSP-Gruppen "Donau", "Main" und "Lindau/Bodensee" umbenannt.
Damit wurde auch die Dienst- und Fachaufsicht durch den jeweiligen
WSP-Gruppenleiter wahrgenommen.
Im Zuge des Ausbaues des Mains zur
Schiffahrtsstraße wurde 1963 in Schweinfurt eine WSP-Wache errichtet. Die
Planungen und Arbeiten am neuen Main-Donau-Kanal schritten zügig voran, so
dass schon am 16.04.1962 die WSP-Wache Bamberg geschaffen wurde.

"WSP-21" der WSP/S Bamberg, Baujahr 1962, Main und
Main-Donau-Kanal, L: 11,27 m, B: 2,35 m, Motor: 1 DB 105 PS,
ausgemustert 1979
|
Obwohl Bamberg seit
jeher im Regierungsbezirk Oberfranken liegt, wurde die WSP-Wache der
WSP-Gruppe "Main" bei der Landpolizeidirektion Unterfranken in Würzburg
dienst- und fachaufsichtlich unterstellt. Ihr Zuständigkeitsbereich
erstreckte sich damals auf dem Main von Kilometer 322,000 bis 396,000 und
auf der Regnitz. Was heute bei einigen "Organisatoren" ein Schaudern
auslöst, nämlich dass ein Polizeipräsidium in einem anderen
Regierungsbezirk zuständig ist, wurde damals nach der Sachlage richtig
gelöst.
Der Main-Donau-Kanal erreichte 1972 den Hafen Nürnberg.
Die Einweihung wurde mit einem großen Fest gefeiert. Die
wasserschutzpolizeiliche Tätigkeit wurde durch die Errichtung der
WSP-Wache Nürnberg am 18.09.1972 aufgenommen. Zum gleichen Zeitpunkt
wurde auch die WSP-Gruppe "Main-Donau-Kanal" ins Leben gerufen. Beide
Dienststellen wurden im Hafen Nürnberg angesiedelt. Die WSP-Gruppe "M-D-K"
wurde der Landpolizeidirektion Mittelfranken in Ansbach unmittelbar
nachgeordnet.
Nach dem aber der Dienstbereich der WSP-Wache
Bamberg zum größten Teil den neu erbauten Kanal umfaßte, wurde die
WSP-Wache Bamberg am 18.09.1972 aus der WSP-Gruppe "Main" herausgelöst und
der WSP-Gruppe "Main-Donau-Kanal" unterstellt. Einige kleinere
Veränderungen der Dienstbereichsgrenzen zwischen den WSP-Wachen
Schweinfurt und Bamberg wurden vorgenommen.
Entsprechend der neuen
Polizeiorganisation in Bayern wurden 1972 auch die WSP-"Gruppen" in
WSP-"Inspektionen" und die WSP-"Wachen" in WSP-"Stationen" umbenannt, ohne
dass sich an den Zuständigkeiten etwas änderte.
Die Errichtung der WSP-Direktion Bayern und Eröffnung des
Main-Donau-Kanals
Am 01. Februar 1977 wurde mit der
Errichtung der "Wasserschutzpolizei-Inspektion Bayern" in Nürnberg eine
Führungsdienststelle für die gesamte Wasserschutzpolizei geschaffen. Die
WSP-Inspektionen "Donau", "Main", "Main-Donau-Kanal" und "Lindau/Bodensee"
wurden aufgelöst.

"WSP
40" der WSP/S Nürnberg, Main-Donau-Kanal, L: 14,50 m, B: 3,90 m,
Baujahr 1984, Motoren: 2 MAN D 2566 ME, je 240 PS,
Indienststellungsfahrt am
26.09.84 |
Die ständig steigende
Aufgabenstellung und Bedeutung der WSP veranlaßte das Bayer.
Staatsministerium des Innern, am 01.11. 1990 die WSP-Inspektion in
"Wasserschutzpolizeidirektion Bayern" umzubenennen.
Am 25.
September 1992 wurde nach über 30jähriger Bauzeit der Main-Donau-Kanal
offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit der Eröffnung des Kanals wurde
ein Bauwerk von großer historischer Bedeutung im Beisein der höchsten
Repräsentanten der Anliegerstaaten für die Schiffahrt freigegeben. Die
Fertigstellung des 171 km langen Kanals zwischen Bamberg am Main und
Kelheim an der Donau stellt die schiffbare Verbindung der 3500 km langen
europäischen Wasserstraßen von der Nordsee bis ans Schwarze Meer
her.

"WSP
10" der WSP/S Passau, Donau, Baujahr 1989, L: 15 m, B: 3,90 m,
Motoren: 2 MAN D 2866 TE, je 300 PS

Die 3
Dienstboote der WSP/S Regensburg auf der Donau bei der Walhalla,
"WSP 12", "WSP 11" und "WSP 13", alle Boote bereits
ausgemustert |
Von Nürnberg bis
Kelheim ist eine Kanalstrecke von ca. 100 km zu bewältigen. Seit 1978
prüfte die WSP-Inspektion Bayern verschiedene Standorte für eine
zusätzliche WSP-Station. In die Überlegungen wurden die Orte Dietfurt,
Riedenburg und Beilngries einbezogen.
Im Jahre 1985 wurde auf
Vorschlag der WSP-Inspektion Bayern durch den damaligen
Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß entschieden, dass zwischen den
WSP-Stationen Regensburg und Nürnberg noch eine WSP-Station in Beilngries
errichtet wird.

"WSP
50" der WSP/S Beilngries, Main-Donau-Kanal, Baujahr 1992, L: 13 m,
B:3,70 m, Motoren: 2 MAN Diesel 0226 ME, je 136
PS |
Durch einen Dammbruch des
Kanals im Jahre 1979 bei Katzwang (Nähe Nürnberg) verzögerte sich dessen
Vollendung und damit die Errichtung der WSP-Station in Beilngries. Aber
auch der zu Beginn der 80er Jahre ausgebrochene Streit um die sehr spät
entdeckten ökologischen und ökonomischen Bedenken verlangsamten die
Fertigstellung.
So konnte endlich am 01. Juni 1992 die WSP-Station
Beilngries ihren Dienst aufnehmen. Der Dienstbereich berührt dabei die
Bereiche der Polizeipräsidien Mittelfranken, Niederbayern/Oberpfalz und
Oberbayern in dessen Regierungsbezirk Beilngries liegt.
Die
Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes bietet seit 1993 der
Schiffahrt die ganztägige Befahrbarkeit auf allen Gewässern durch
entsprechende Besetzung der Schleusen an. Aufgrund der z. Zt.
vorherrschenden Verkehrsentwicklung besteht noch kein Bedarf, den
wasserschutzpolizeilichen Dienst außerhalb der eigentlichen
Schleusenbetriebszeiten auszudehnen. So verrichten fast alle WSP-Stationen
am Main, Main-Donau-Kanal und Donau je nach Personalstärke einen
versetzten Tagesdienst oder 2-Schichtendienst.
Zu Einsätzen
außerhalb der allgemeinen Schleusenbetriebszeiten konnten stets Beamte der
zuständigen WSP-Dienststellen erreicht werden.
Im Jahre 1955 hat
der Freistaat Bayern wie fast alle Länder der Bundesrepublik Deutschland
eine "Vereinbarung über die Durchführung der schiffahrtspolizeilichen
Vollzugsaufgaben" mit dem Bund abgeschlossen.
Aufgrund dieser
Vereinbarung wurde festgelegt, dass das Land auf den Wasserstraßen
Polizeikräfte bereitstellt. Kann oder will das Land keine Polizeikräfte
für die schiffahrtspolizeilichen Überwachungsaufgaben stellen, werden
diese Aufgaben von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes
ausgeübt.
Der Dienstbereich der Bayerischen Wasserschutzpolizei
umfaßt im Jahr 1995 insgesamt 876 km Bundes- und Landeswasserstraßen und
mehrere staatliche und kommunale Häfen.
Ein Staatsvertrag zwischen
Baden-Württemberg und Bayern regelt die Übernahme der
wasserschutzpolizeilichen Aufgaben am Main im Bereich von Wertheim. Der
Main gehört dort auf halber Breite und einer Länge von 37,5 km zum
Staatsgebiet von Baden-Württemberg.

"WSP
22" der WSP/S Lohr a. M., zuletzt WSP/S Regensburg, Baujahr 1982, L:
14,50 m, B: 3,30 m, Motoren 2 MAN Diesel 2566 ME, je 240 PS, Boot
wurde im Jahr 2000 verkauft |
Die
WSP/S Aschaffenburg und Lohr nehmen aufgrund des Staatsvertrages die
WSP-Aufgaben im Gebiet von Baden-Württemberg war.
WSP auf dem Bayer. Teil des Bodensees
Nach
einem Artikel in der Lindauer Zeitung vom 30. Januar 1995 soll bereits
1920 der Reichswasserschutz am Bodensee eingesetzt gewesen sein. Ein altes
Beiboot des Schlachtschiffes "Hindenburg" diente als Dienstboot für die
Wasserschutzpolizei.
Im Schreiben des bayer. Staatsministerium des
Innern vom 03.Juli.1922 wird bekanntgemacht, dass der
Reichsverkehrsminister den bisherigen Reichswasserschutz am Bodensee zum
15. August.1922 aufgelöst hat. Das Ministerium hat deshalb zum gleichen
Zeitpunkt eine "kleine Abteilung der kasernierten Landespolizei (ca. 25-30
Mann)" nach Lindau verlegt, welche neben ihren sonstigen polizeilichen
Aufgaben auch den WSP-Dienst übernahm.
Diese Beamten trugen als
Dienstkleidung eine Art "Kieler-Matrosenanzug" mit Bändern an den Mützen.
Mit Auflösung der Bayer. Landespolizei im Jahr 1935 ging der
WSP-Dienst am Bodensee auf die Bayer. Gendarmerie über. Heute ist die WSP
in Lindau, wie überall in Bayern, in den Schutzbereich der zuständigen
Polizeidirektion eingegliedert.

"WSP
30"-Hecht der WSP/S Lindau, Bodensee, Baujahr 1977, L: 21,20 m, B:
4,27 m, Motoren 2 MTU Diesel, 8V 183 TE (1994)

"WSP
32"-Zander der WSP/S Lindau, Bodensee, Baujahr 1993, Länge 7,50 m,
Breite 2,50 m, 1 Volvo Diesel AQKAD 42, 230
PS |
WSP-Dienst auf den
Bayerischen Seen
Chiemsee
Auf dem
"bayerischen Meer" gibt es seit Mai 1947 auf Anordnung der amerikanischen
und englischen Besatzungstruppen eine Wasserschutzpolizei. Die sieben
Beamten der Schiffsinspektions- und Wasserschutzpolizei nahmen von Prien
aus ihren Dienst vom Chiemsee bis zum Königsee wahr. Die vorgesetzte
Dienststelle "Wasserstraßenverkehrs-Transportdivission" hatte ihren Sitz
in Niederwalluf am Rhein.
Der WSP stand lediglich ein
Pionier-Großsturmboot der früheren Wehrmacht als Einsatzfahrzeug zur
Verfügung. Die im Dienstbereich liegenden weiteren Seen konnten jedoch
damit nicht bestreift werden, so dass das Boot nur auf dem Chiemsee zum
Einsatz kam.

"WSP
4" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1940, 2 x 180 PS, ehemaliges
Pioniersturmboot der dt. Wehrmacht. Bei voller Beladung konnten die
Boote ca. 40 Soldaten in kriegsmäßiger Ausrüstung aufnehmen.
Ausgemustert 1966 |
Von der
Herren- und Fraueninsel durfte zunächst die Herreninsel auf Veranlassung
der Amerikaner nicht betreten werden.
Ab Oktober 1948 übernahm die
bayer. Landespolizei auch die Aufgaben der WSP auf den Seen. Aus der
Wasserschutzpolizei Prien ging die "Verkehrsstreifengruppe Wasser" als
eigenständige Dienststelle hervor. Einige Zeit später erfolgte die
vollständige Integrierung in die Landespolizeiinspektion Prien. Die
WSP-Beamten hatten schon vom 10. bis 24. August 1948 eine besondere
Aufgabe zu erfüllen. So wurden damals die Politiker, die dem
Verfassungskonvent zur Schaffung des Grundgesetzes angehörten, mit dem
Boot der WSP von Prien zum Tagungsort, dem Schloß Herrenchiemsee,
übergesetzt.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung kam auch auf dem
Wasser wieder die sportliche Betätigung zurück und bald liefen große
Regatten ab, welche von der WSP überwacht werden mußten.
Im Laufe
der Jahre erhielt die WSP am Chiemsee verschiedene Dienstboote. Im
Frühjahr 1973 wurde ein neues Streckenboot (L: 14 m, Hersteller:
Schottel-Werft) in Dienst gestellt. Dieses Boot ist noch heute im
Einsatz.

"WSP
4" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1972, Länge 13,85 m, Breite 3,70
m, Motor: 1 MAN D 2866 E, 252 PS.

"WSP
5" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1969, Länge 6,42 m, Breite 2,34
m, Motor: BMW B 635 Z (1986), 205 PS. Das Boot wird ab 2000 als
Ausbildungsboot bei der WSP/D Bayern
eingesetzt. |
Als weiteres
Fahrzeug steht ein offenes Streifenboot, Länge 6,50 m, zur Verfügung.
Die Boote auf den Seen, Surfer, Badegäste, Radfahrer in
Uferregionen und Besucher der Inseln wurden immer mehr. Auf dem Chiemsee
mit seinen 84 Quadratkilometern Wasserfläche sind heute ca. 6000
Sportboote zugelassen. Das sind nur größere Boote ab 9,20 m Länge, Boote
mit Wohn-, Koch-, Schlafeinrichtung oder Boote mit Motorantrieb. Die
kleineren Boote sind nicht erfaßt. Es wird jedoch geschätzt, dass in den 14
größeren Häfen, an Bojen und Landliegeplätzen, noch einmal 6000 kleinere
Fahrzeuge hinzukommen. Ebenfalls nicht erfaßt sind die trailerbaren Boote.
Zur Zeit sind bei der PI Prien 10 Polizeibeamte als Bootsführer
eingesetzt. Vier davon verrichten in den Sommermonaten ständig den
WSP-Dienst und tragen zu dieser Tätigkeit auch die blaue
WSP-Uniform.

WSP 4,
PI Prien, Chiemsee, Baujahr 2001, L: 14,50 m, B: 3,70 m, Motoren: 2
MAN D 2866 LXE, je 294/400 KW/PS, Indienststellung und Bootstaufe
durch Frau Karin Stoiber am 30.06.2001 |

"WSP 6", PI Prien, Chiemsee, Baujahr 2000, L: 7,50 m,
B: 2,50 m, Motor: Volvo Penta KAD-32/DB, 125 KW (170 PS), 4 Zyl.
Diesel |
Starnberger See, Ammersee, Forggensee und 33 kleine
Seen
Die rasante Entwicklung des Wassersports in den
letzten Jahren erreichte in Bayern neben den großen Segelrevieren wie
Chiemsee, Starnberger See, Ammersee und Forggensee auch 33 weitere
kleinere Seen, wo fleißig Wassersport in allen Varianten betrieben
wird.

"WSP
1" der PI Starnberg am Starnberger See, Baujahr 1986, L: 13,97 m, B:
3,90 m, Motoren 2 MAN Diesel 2866 E, je 242
PS |
Von den Landratsämtern,
Rettungsdiensten und nicht zuletzt von den Wassersporttreibenden selbst
wurde an die Polizei immer häufiger die Forderung herangetragen, auch die
kleineren Seen polizeilich zu überwachen.
Nach einer Weisung des
Bayer. Staatsministerium des Innern wurden deshalb ab 1982 folgende Seen
in die Überwachung einbezogen:
Wörthsee, Pilsensee, Simsee,
Tegernsee, Schliersee, Fachinger See, Waginger See, Staffelsee, Riegsee,
Kochelsee, Walchensee, Lechstaustufe 23, Weitmannsee, Großer Alpsee,
Niedersonthofener See und Grüntensee.

"WSP
44" der PI Bad Wiessee, Tegernsee, Baujahr 1990, Länge 6,55 m,
Breite 2,45 m, Motor Volvo AQ 205 DP, 205
PS |
Später kamen die Donau bei Dillingen,
Gundelfinger Seenplatte, Altmühlsee, Brombachsee, Igelsbachsee und Rothsee
hinzu. Mit der Fertigstellung des Brombach-Hauptsees, der die Größe des
Tegernsees erreicht, wird ein weiteres Wassersportzentrum in Mittelfranken
entstehen.
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