Wasserschutzpolizei in Bayern

Geschichtliche Entwicklung

Im Amtsblatt des Bayerischen Bezirksamts Ludwigshafen am Rhein vom 06. Juli 1926 ergeht an die Bürgermeisterämter und Gendarmeriestationen des Bezirkes die folgende Information:

"Gem. Entschließung des Bayer. Staatsministeriums des Innern vom 18.06.1926 ist ab 01.07.1926 eine eigene staatliche Rheinpolizei eingerichtet und dem Bezirksamt Ludwigshafen am Rhein übertragen worden."

Man erinnere sich zurück:

Die Pfalz war bis 1946 bayerisch.

Das Land Rheinland-Pfalz wurde erst durch Verordnung der französischen Militärregierung vom 30.08.1946 aus der bayerischen Pfalz, Rheinhessen und Teilen der preußischen Rheinprovinz Hessen-Nassau gebildet.



Erste Überlegungen für eine Überwachung des Schiffsverkehrs durch bayerische Polizeikräfte auf dem Rhein

Der Reichsminister für die besetzten Gebiete hat sich bereits im Mai 1925 mit der Tätigkeit der militärischen Kontrollposten in den rechtsrheinischen Häfen befaßt.
Die alliierte Binnenschiffahrtskommission (Commission Interallee de Navigation de Campagne, abgekürzt C.I.N.C.) hatte seit mehreren Jahren in den rechtsrheinischen Häfen von Emmerich, Wesel, Mannheim und Karlsruhe Kontrollposten zur überwachung des Schiffsverkehrs eingerichtet. Diese Posten waren auf dem rechten Ufer untergebracht. Die Deutsche Reichsregierung hat von Anfang an diese Maßnahme als unzulässig bezeichnet, da das rechte Rheinufer nicht zum besetzten Gebiet gehörte. Nach langwierigen Verhandlungen war am 10. März 1925 in Koblenz ein Abkommen zwischen Vertretern der Reichsregierung und der Rheinlandkommission zustande gekommen. Die Reichsregierung hat dem Abkommen vorbehaltlich des deutschen Rechtsstandpunktes zugestimmt. Daraufhin hat auch die Rheinlandkommission am 23. April 1925 das Abkommen ratifiziert.

Im Mai 1925 hat die Regierung der Pfalz an das Staatsministerium des Innern in München geschrieben und wegen der Einrichtung einer Rheinpolizei um die Genehmigung ersucht, den Sollstand der Gendarmerieabteilung der Pfalz um 5 Beamte zu erhöhen. Die dazu eingeschaltete Interalliierte Rheinlandoberkommission hat diesem Antrag stattgegeben, jedoch unter dem Vorbehalt, dass die 5 Mann, aus denen der Polizeiposten zusammengesetzt wird, aus den besetzten Gebieten stammen müssen.



Aufgabe und Zuständigkeit der Rheinpolizei

Die Rheinpolizei hatte die Aufgabe, auf der bayerischen Rheinstrecke die Ruhe, Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten, Personen und Eigentum zu schützen, gemeinschädliche Handlungen zu verhüten und alle strafbaren Handlungen zu verfolgen.

Ihre Zuständigkeit erstreckte sich auch auf das Ufer des Rheins und die unmittelbar damit zusammenhängenden Anlagen, insbesondere auf das Hafengebiet von Ludwigshafen. Die Beamten waren Hilfsbeamte der bayerischen Staatsanwaltschaft.

Die Richtlinie enthielt Angaben über die örtliche Zuständigkeit der Rheinuferstaaten Preußen, Hessen, Bayern und Baden. So war die Preußische Rheinpolizei von der holländischen Grenze bis zur Mündung des Mains und auf den preußischen Teilen der Mainstrecke von der Mündung bis zur bayerischen Grenze zuständig.

Die Hessische Rheinpolizei war tätig auf der Strecke von der Mündung des Mains bis zur hessisch-badischen und hessisch-bayerischen Grenze. Von diesen Markierungspunkten an aufwärts nahmen Bayern und Baden die Rheinpolizeiaufgaben auf ihren Hoheitsgebieten war.

Schon damals hatte man große Schwierigkeiten die bayer. Rheinpolizei angemessen unterzubringen. Seit Oktober 1925 war man nach einem geeigneten Gebäude auf der Suche. Im neuerrichteten Hafenamt konnten dann die 5 Beamten der Rheinpolizei bis auf jederzeitigen Widerruf untergebracht werden. Aber bereits im Dezember 1925 gelang es ein einstöckiges Häuschen am Eingang des Zollhofes anzumieten, das nur wenige Meter vom Hafen entfernt war. So war es möglich, dass die Beamten "ohne Aufenthalt" das Motorboot besteigen konnten. Im Häuschen waren ein Dienstraum und die Wohnräume für sämtliche ledige Beamte.

Im Januar 1926 wurde zur "informatorischen Beschäftigung" der Führer der bayer. Rheinpolizei, ein Polizeikommissär für die Dauer von 7 Tagen zur Zentralstelle der preußischen Rheinpolizei nach Koblenz abgeordnet. Zu Beginn des Jahres 1926 wurde auch der erste Bericht der Rheinpolizei der Regierung der Pfalz vorgelegt.



Auszug:

"Die Kontrollfahrten mit dem Boot fanden teilweise bei Tag, teilweise bei Nacht zu den verschiedensten Stunden statt. Von Ludwigshafen nahmen 2 Polizeibeamte und ein Gendarmeriebeamter teil. Gleichzeitig waren an Land Streifen unterwegs, die sich in gleicher Höhe mit dem Boot bewegten.

Sämtliche Fahrten haben in Absprache mit der Polizei Mannheim stattgefunden und von dort waren stets Beamte abgestellt, so dass sich bei jeder Fahrt 8 bis 9 Beamte an Bord des Bootes befanden. Das Boot wurde noch immer vom Hafenbauamt der Stadt Mannheim zur Verfügung gestellt, das zunächst auf Kostenersatz verzichtete. Nur für den Motorbootführer wurde eine Vergütung von 80 Pfennig vereinbart. Später mußte auch Benzin und Schmieröl bezahlt werden. Die Dauer der Streifen bewegten sich zwischen 2 und 4 Stunden.

Bis auf einige Schwarzfischer und Kohlendiebe wurden keine nennenswerten Vorkommnisse zur Anzeige gebracht".



Das Staatsministerium des Innern erließ bereits im Juni 1926 wegen der Kosten für Unterbringung, Stundenvergütung und Betriebsstoffe für das Boot eine Verfügung, wonach im Hinblick auf die außerordentlich hohen Kosten den Beamten "zur strengsten Pflicht" gemacht wurde, das Boot nur bei unbedingter Notwendigkeit zu benützen.

Das zur polizeilichen Überwachung eingesetzte Motorboot des Hafenamtes wurde immer von einem Bediensteten dieser Dienststelle geführt. Das Hafenamt schrieb dazu an die Rheinpolizei:



"Gegen die Zulassung eines motorkundigen Gendarmen als Bootsführer bestehen seitens des Hafenamtes gewichtige Bedenken. Ich halte es für bedenklich, wenn gerade das Hafenboot von einem Führer gesteuert würde, der den Schwierigkeiten des Fahrwassers nicht gewachsen ist. Außerdem befürchte ich eine Vernachlässigung des Bootes und seiner Einrichtungen, wenn mit seiner Wartung und Instandhaltung verschiedene Personen beauftragt sind."



Die 5 Beamten kamen von der Gendarmerieabteilung der Pfalz und versahen ihren Dienst in bürgerlicher Kleidung und waren mit Revolver und "Gummiknüppel" bewaffnet.

Das Bezirksamt Ludwigshafen wies im Juni 1926 ein Ansinnen des Hafenamtes zurück, wonach die Polizeibeamten die Stromaufsichtsbeamten "zu unterstützen" hätten.

Bereits damals gab es Bedenken wegen dieser Formulierung, dass allmählich ein Abhängigkeitsverhalten der Gendarmeriebeamten von den Stromaufsichtsbeamten entstehen könnte. Noch heute tauchen gelegentlich solche Vorstellungen bei der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes auf.

Die Gendarmerieabteilung der Pfalz legte auf Anordnung der Regierung der Pfalz einen ausführlichen Bericht über die Notwendigkeit eines eigenen Polizeibootes vor. Es wurde z. B. erklärt, dass es bei einem Polizeiboot weniger darauf ankommt, wie oft und wie lang gefahren wird, als darauf, dass das Boot zur gegebenen Zeit und am richtigen Platz zur Verfügung steht.

Parallelen zu heute lassen sich leicht herstellen, auch wenn wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden müssen.

Im September 1926 bat die Regierung der Pfalz bei verschiedenen Schiffswerften um Angebote für ein Motor-Kajütboot. Die Schiffswerft und Kesselschmiede Gebr. Sachsenburg gab folgendes Angebot ab:


Länge 10,10 m
Breite 2,50 m
Seitenhöhe 1,25 m
Tiefgang 80 cm
Baustoff Eisen
1 Bayern-Motor 45 oder 60 PS
zum Preis von 13 300,-- RM
Lieferzeit 10-12 Wochen

Auch die Lürssen, Yacht- und Bootswerft in Vegesack bei Bremen gab ein Angebot ab, jedoch ohne Nennung eines Preises.

Die Oberrheinische Schiffswerft Gebr. Spatz beteiligte sich ebenfalls an der Ausschreibung. Der Oberpräsident der Rheinprovinz befaßte sich nun im Oktober 1926 mit dem Ankauf eines Motorbootes für die bayer. Rheinpolizei. Er ging von einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren aus. An Instandhaltungskosten würden jährlich 75 bis 100 DM, für Neuanstrich, kleinere Ergänzungen bzw. Ausbesserungen, vorgesehen. Die ca. 30jährige Lebensdauer gilt noch heute für bayer. Polizeiboote, nur die Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind im Vergleich zum Jahr 1926 schon astronomisch hoch geworden. Auch mit der Unterbringung des Bootes in einer Bootshalle befaßte man sich bereits damals, ohne jedoch eine solche anzuschaffen.

Zu einer kleinen Aufregung kam es im November 1926 als der Oberbefehlshaber der Französischen Rheinarmee die interalliierte Rheinland-Oberkommission benachrichtigte, dass für die beiden Beamten der bayer. Rheinpolizei Fischer und Schatz ein Duplikat der auf sie ausgestellten Waffenscheine an die Militärbehörden übersandt worden war. Nun waren nämlich diese 2 Beamten nicht in der Personalliste des Rheinpolizeipostens aufgeführt. Der Herr Präsident der interalliierten Rheinland-Oberkommission wollte nun wissen, ob der genehmigte Posten von 5 Beamten um 2 "Einheiten" verstärkt worden ist, oder es sich um Ersatz für andere Beamten handelte. Der Fall ließ sich aufklären, es handelte sich nicht um schwarze Bestände sondern um Ersatzbeamte.


Die Rheinpolizeibeamten mußten sich in den ersten 6 Monaten u. a. mit folgenden Vorgängen befassen:

  • 28
  • Unterschlagungen und Diebstähle
  • 84
  • Steuerhinterziehungen
  • 120
  • Fischereirechtliche Verstöße
  • 168
  • Verstöße gegen die Rheinschiffahrtspolizeiverordnung, meist aufgrund fehlender Besatzung französischer Schiffe
  • 72
  • Personen festgenommen,
    davon
       27 Festnahmen gewerbsmäßiger Dirnen, die fast alle geschlechtskrank waren.

Die Regierung der Pfalz, welcher der Arbeitsbericht vorgelegt wurde, fragte umgehend bei der Rheinpolizei an, ob die 27 Dirnen auf französischen Schiffen angetroffen wurden.

In der Antwort ist dazu vermerkt:

"Von den Dirnen waren etwa 10 auf französischen Schiffen und wurden von dort heruntergeholt, ohne dass es Schwierigkeiten gegeben hat. Nur in einem Fall rief einer von den Schiffern: -Wir sind Franzosen und ihr habt uns hier überhaupt nichts zu sagen-. Im allgemeinen ist zu sagen, dass die französischen Schiffsbesatzungen, die meistens aus Elsässern und zum kleineren Teil auch aus ehemaligen Seperatisten bestehen, von Haus aus schlechter diszipliniert sind....".


Europa war halt damals noch weit!

Ein herausragendes Ereignis war im Jahr 1927 die Anschaffung eines eigenen Polizei-Rheinstrombootes für das auch eine Haftpflichtversicherung über 13.000,-- Mark beantragt wurde. Aber damals wie heute wurde vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz entschieden, dass es dem allgemeinen Staatsgrundsatz der Selbstversicherung entspricht, also nicht extra versichert werden muss.

Es gab aber zu dieser Zeit zwischen den verschiedenen Rheinpolizeien erhebliche sichtbare Unterschiede. So trugen die Beamten der Badischen Rheinpolizei bereits Uniform, ähnlich der Marine. Ein Dienst in bürgerlicher Kleidung war dort verboten. Die bayerischen Beamten bekamen vom Dienstherren lediglich Regenmäntel mit Kapuzen, Lederjacken und Arbeitsanzüge gestellt. Ihren Dienst haben sie weiter in bürgerlicher Kleidung verrichtet.

Nachdem Bayern um ein eigenes Polizeiboot "Rheinwacht" bat, beantragte der Präsident des Landesfinanzamtes in Würzburg, die Mitfahrt von Zollbeamten bei den Streifenfahrten. Man kam dem Wunsch der Zollbehörde entgegen und vereinbarte bei längeren Streifenfahrten die Teilung der Betriebskosten. Eine Überlassung des Polizeibootes an die Zollbehörde zu selbständigen Kontrollfahrten lehnte man jedoch ab.

Zwischenzeitlich erfolgte auch die Ausbildung der Motorbootsführer. Eine Prüfung, bei der Fahrkenntnisse und Motorbedienung nachgewiesen wurde, legten die Beamten beim Hafenamt ab.

In den folgenden Jahren wurde der Rheinpolizeidienst wie vorgeschrieben erfüllt.


Aus dem Tätigkeitsbericht der Rheinpolizei Ludwigshafen vom 02. Januar 1932:



"Mit Beginn des Herbstes wurde die Schiffahrt auf dem Rhein etwas reger. Die Ursache lag jedoch größtenteils in der Veränderung des Wasserstandes. Durch den niedrigen Wasserstand konnten die Schiffe nicht mehr volle Ladung nehmen und es mußten mehr Fahrzeuge verwendet werden. Trotzdem liegen aber noch viele deutsche Schiffe wegen Arbeitsmangel still. Die französische Schiffahrt dagegen ist voll beschäftigt."



Der Bericht könnte genauso gut 60 Jahre später in einer Zeitung zu lesen sein. Hier hat sich nicht viel verändert.



Im Jahr 1931 wurde der Reichswasserschutz aufgelöst. Die Badische Rheinpolizei erhielt von den Fahrzeugen der Reichswasserpolizei das Motorboot "Stettin IV". Es handelte sich dabei um eine guterhaltene Marinebarkasse von 14 m Länge. Das Boot wurde nach Überholung auf dem Bodensee in Konstanz als Polizeiboot eingesetzt.

Zu einer ersten Stellungnahme des Referats 21 (Bezirksamt Ludwigshafen) über die Organisationsform der bayer. Rheinpolizei kam es im April 1933. Die Rheinpolizei als Bestandteil der Gendarmerie war dem Bezirksamt Ludwigshafen unterstellt. Eine Änderung der dienstlichen Unterstellungsverhältnisse wurde verworfen, weil der Hauptteil der Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Flussbauamt Speyer, dem Hafenamt Ludwigshafen und der Amtsanwaltschaft erfolgte. Die erwogene Unterstellung der Rheinpolizei unter die örtliche Polizeidirektion wurde nicht realisiert, weil dies "zur Erhaltung eines bewährten Dienstverkehrs in diesem Spezialgebiet mit den beteiligten übrigen Bezirksämtern der bayer. Rheinstrecke erwünscht war."

So einfach hat die Administration die Organisationsform der bayer. Rheinpolizei begründet.



Die Bayer. Wasserschutzpolizei ab dem Jahr 1937 bis Kriegsende

Die politischen Verhältnisse in Deutschland änderten sich zunehmend. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die gesamte Polizei. Im Jahr 1937 wurde die "Rheinstrompolizei" wieder in "Reichswasserschutzpolizei" umbenannt.

Bis zum Jahr 1937 waren die Wasserschutzpolizeien der Länder auf Landesbasis aufgebaut. Erst bei der "Verreichlichung" der Polizei im Jahre 1937 erfolgte ihre Zusammenfassung im Sektor Schutzpolizei unter dem damaligen Reichsinnenminister. Bei dieser Organisation blieb es bis zum Kriegsende 1945.



Wasserschutzpolizei auf der Donau

An der bayerischen Donaustrecke vollzog sich der Aufbau der Wasserschutzpolizei erheblich später als am Rhein.
Im Jahr 1937 errichtete die Polizeidirektion Regensburg die erste Wasserschutzpolizei-Station in ihrem Bereich.
Im Jahr 1938 wurde das Wasserschutzpolizeikommando "Donau" in Wien geschaffen, das 1941 die Wasserschutzpolizei-Wache Passau aufbaute und diese der WSP-Station Regensburg unterstellte.

Nach dem Krieg lagen auf der Donau unzählige Schiffe, aber sie durften nicht fahren. Der deutschen Wasserschutzpolizei war es damals nicht erlaubt, andere als österreichische Schiffe zu betreten. Selbst die goldenen Knöpfe an der WSP-Uniform waren den Amerikanern ein Dorn im Auge und sie ordneten an, dass die Beamten ihre Uniformknöpfe schwarz zu streichen hatten.

Mit der gesamten Polizei des Reiches hatte auch die Wasserschutzpolizei nach Beendigung des 2. Weltkrieges aufgehört zu existieren. In der US-Zone begann schon bald der Aufbau einsatzfähiger Polizeiorganisationen in weitgehender Anlehnung an die frühere Schutzpolizei und Gendarmerie. Die Wasserschutzpolizei, wie sie im Jahre 1937 nach der Verreichlichung der Polizei entstanden war, durfte auf amerikanischen Befehl nicht wieder hergestellt werden. An ihre Stelle trat die Behörde "Schiffsinspektion und Wasserschutz" nach amerikanischen Muster. Der Sitz dieser Behörde war in Niederwalluf/Rheingau im Lande Hessen. Diese Dienststelle nahm sowohl die sicherheitspolizeilichen Aufgaben auf allen schiffbaren Gewässern in der US-Zone wahr, als auch die schiffbauliche und technische Überwachung der Binnenschiffahrt auf Flüssen und Seen.



Die verschiedenen Organisationsmodelle der bayer. Wasserschutzpolizei ab 1945

Die Organisation "Schiffsinspektion und Wasserschutz" gliederte sich in vier Abschnitte. In Bayern gab es den Abschnitt "Donau" mit Sitz in Regensburg und die Wasserschutzpolizei-Station "Bayerische Seen" in Starnberg. Das Unterstellungsverhältnis dieser Behörde war einem steten Wechsel unterworfen. Bei ihrer Errichtung unterstand sie der US-Transport-Division, dann dem Länderrat der US-Zone, später dem Generaldirektor für Verkehrswesen und zuletzt im Jahre 1947/48 dem Verwaltungsrat für Verkehr. Eine Überprüfung der allgemeinen Rechtslage im Jahre 1948 ergab, dass der damalige Status der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes die Wahrnehmung sicherheitspolizeilicher Aufgaben durch Behörden der Bizone nicht gestattete. Demnach war die "Schiffsinspektion und Wasserschutz" aufzulösen und ihr Personal an die Bundesländer zu überführen.

Das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen der Verwaltung für Verkehr und dem Freistaat Bayern war die Herauslösung der Wasserschutzpolizeibeamten an der Donau und den bayerischen Seen aus dem bisherigen Unterstellungsverhältnis von "Schiffsinspektion und Wasserschutz". Die Eingliederung in die Bayerische Landpolizei erfolgte am 01. Oktober 1948. Mit diesem Übernahmeakt wurde die heutige Wasserschutzpolizei geschaffen.

An der bayerischen Mainstrecke wurden erst die Wasserschutzpolizeiwachen Aschaffenburg, Würzburg und Lohr errichtet, als nach 1945 der Main oberhalb Frankfurt bis Würzburg für größere Schiffe ausgebaut wurde.

Die Eingliederung des Wasserschutzpolizeipersonals an der bayerischen Mainstrecke und in Lindau/Bodensee erfolgte am 01. April 1950 bzw. im Februar 1953.

Die übernommenen Wasserschutzpolizei-Dienststellen mußten nun in die Organisation der Bayer. Landpolizei eingegliedert werden um die Ordnung und Sicherheit auf den schiffbaren Gewässern zu gewährleisten.

Zunächst wurden die Dienststellen in "Verkehrsstreifengruppen Wasser" an Donau, Main und Bodensee zusammengefaßt. Sie unterstanden wirtschaftlich und dienstaufsichtlich den örtlichen Landpolizeiinspektionen. Die Fachaufsicht wurde einem geeigneten WSP-Beamten bei der jeweiligen Gruppe übertragen. Gemäß einer Ministerialentscheidung wurden die "Verkehrsstreifengruppen Wasser" mit Wirkung vom 18.07.1953 zu selbständigen, den örtlichen Landpolizeidirektionen (heutige Polizeipräsidien) unmittelbar unterstellten WSP-Gruppen "Donau", "Main" und "Lindau/Bodensee" umbenannt. Damit wurde auch die Dienst- und Fachaufsicht durch den jeweiligen WSP-Gruppenleiter wahrgenommen.

Im Zuge des Ausbaues des Mains zur Schiffahrtsstraße wurde 1963 in Schweinfurt eine WSP-Wache errichtet. Die Planungen und Arbeiten am neuen Main-Donau-Kanal schritten zügig voran, so dass schon am 16.04.1962 die WSP-Wache Bamberg geschaffen wurde.

WSP 21, WSP/S Bamberg, Baujahr 1962, Länge 11,27 m, Breite 2,35 m
"WSP-21" der WSP/S Bamberg, Baujahr 1962, Main und Main-Donau-Kanal, L: 11,27 m, B: 2,35 m, Motor: 1 DB 105 PS, ausgemustert 1979




Obwohl Bamberg seit jeher im Regierungsbezirk Oberfranken liegt, wurde die WSP-Wache der WSP-Gruppe "Main" bei der Landpolizeidirektion Unterfranken in Würzburg dienst- und fachaufsichtlich unterstellt. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckte sich damals auf dem Main von Kilometer 322,000 bis 396,000 und auf der Regnitz. Was heute bei einigen "Organisatoren" ein Schaudern auslöst, nämlich dass ein Polizeipräsidium in einem anderen Regierungsbezirk zuständig ist, wurde damals nach der Sachlage richtig gelöst.

Der Main-Donau-Kanal erreichte 1972 den Hafen Nürnberg. Die Einweihung wurde mit einem großen Fest gefeiert.
Die wasserschutzpolizeiliche Tätigkeit wurde durch die Errichtung der WSP-Wache Nürnberg am 18.09.1972 aufgenommen.
Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch die WSP-Gruppe "Main-Donau-Kanal" ins Leben gerufen. Beide Dienststellen wurden im Hafen Nürnberg angesiedelt. Die WSP-Gruppe "M-D-K" wurde der Landpolizeidirektion Mittelfranken in Ansbach unmittelbar nachgeordnet.

Nach dem aber der Dienstbereich der WSP-Wache Bamberg zum größten Teil den neu erbauten Kanal umfaßte, wurde die WSP-Wache Bamberg am 18.09.1972 aus der WSP-Gruppe "Main" herausgelöst und der WSP-Gruppe "Main-Donau-Kanal" unterstellt. Einige kleinere Veränderungen der Dienstbereichsgrenzen zwischen den WSP-Wachen Schweinfurt und Bamberg wurden vorgenommen.

Entsprechend der neuen Polizeiorganisation in Bayern wurden 1972 auch die WSP-"Gruppen" in WSP-"Inspektionen" und die WSP-"Wachen" in WSP-"Stationen" umbenannt, ohne dass sich an den Zuständigkeiten etwas änderte.



Die Errichtung der WSP-Direktion Bayern und Eröffnung des Main-Donau-Kanals

Am 01. Februar 1977 wurde mit der Errichtung der "Wasserschutzpolizei-Inspektion Bayern" in Nürnberg eine Führungsdienststelle für die gesamte Wasserschutzpolizei geschaffen. Die WSP-Inspektionen "Donau", "Main", "Main-Donau-Kanal" und "Lindau/Bodensee" wurden aufgelöst.

WSP 40, WSP/S Nürnberg, Baujahr 1984, Länge 14,50 m, Breite 3,90 m, 2 x 240 PS MAN Diesel
"WSP 40" der WSP/S Nürnberg, Main-Donau-Kanal, L: 14,50 m, B: 3,90 m, Baujahr 1984, Motoren: 2 MAN D 2566 ME, je 240 PS, Indienststellungsfahrt am 26.09.84


Die ständig steigende Aufgabenstellung und Bedeutung der WSP veranlaßte das Bayer. Staatsministerium des Innern, am 01.11. 1990 die WSP-Inspektion in "Wasserschutzpolizeidirektion Bayern" umzubenennen.

Am 25. September 1992 wurde nach über 30jähriger Bauzeit der Main-Donau-Kanal offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit der Eröffnung des Kanals wurde ein Bauwerk von großer historischer Bedeutung im Beisein der höchsten Repräsentanten der Anliegerstaaten für die Schiffahrt freigegeben. Die Fertigstellung des 171 km langen Kanals zwischen Bamberg am Main und Kelheim an der Donau stellt die schiffbare Verbindung der 3500 km langen europäischen Wasserstraßen von der Nordsee bis ans Schwarze Meer her.

WSP 10, WSP/S Passau, Baujahr 1989, Länge 15,00 m, Breite 3,90 m, 2 x 300 PS
"WSP 10" der WSP/S Passau, Donau, Baujahr 1989, L: 15 m, B: 3,90 m, Motoren: 2 MAN D 2866 TE, je 300 PS

WSP 11, WSP/S Regensburg, Baujahr 1970, Länge 13,35 m, Breite 3,70 m, 275 PS
Die 3 Dienstboote der WSP/S Regensburg auf der Donau bei der Walhalla, "WSP 12", "WSP 11" und "WSP 13", alle Boote bereits ausgemustert


Von Nürnberg bis Kelheim ist eine Kanalstrecke von ca. 100 km zu bewältigen. Seit 1978 prüfte die WSP-Inspektion Bayern verschiedene Standorte für eine zusätzliche WSP-Station. In die Überlegungen wurden die Orte Dietfurt, Riedenburg und Beilngries einbezogen.
Im Jahre 1985 wurde auf Vorschlag der WSP-Inspektion Bayern durch den damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß entschieden, dass zwischen den WSP-Stationen Regensburg und Nürnberg noch eine WSP-Station in Beilngries errichtet wird.

WSP 50, WSP/S Beilngries, Baujahr 1992, Länge 13,00 m, Breite 3,70 m, 2 x 136 PS
"WSP 50" der WSP/S Beilngries, Main-Donau-Kanal, Baujahr 1992, L: 13 m, B:3,70 m, Motoren: 2 MAN Diesel 0226 ME, je 136 PS


Durch einen Dammbruch des Kanals im Jahre 1979 bei Katzwang (Nähe Nürnberg) verzögerte sich dessen Vollendung und damit die Errichtung der WSP-Station in Beilngries. Aber auch der zu Beginn der 80er Jahre ausgebrochene Streit um die sehr spät entdeckten ökologischen und ökonomischen Bedenken verlangsamten die Fertigstellung.

So konnte endlich am 01. Juni 1992 die WSP-Station Beilngries ihren Dienst aufnehmen. Der Dienstbereich berührt dabei die Bereiche der Polizeipräsidien Mittelfranken, Niederbayern/Oberpfalz und Oberbayern in dessen Regierungsbezirk Beilngries liegt.

Die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes bietet seit 1993 der Schiffahrt die ganztägige Befahrbarkeit auf allen Gewässern durch entsprechende Besetzung der Schleusen an. Aufgrund der z. Zt. vorherrschenden Verkehrsentwicklung besteht noch kein Bedarf, den wasserschutzpolizeilichen Dienst außerhalb der eigentlichen Schleusenbetriebszeiten auszudehnen. So verrichten fast alle WSP-Stationen am Main, Main-Donau-Kanal und Donau je nach Personalstärke einen versetzten Tagesdienst oder 2-Schichtendienst.

Zu Einsätzen außerhalb der allgemeinen Schleusenbetriebszeiten konnten stets Beamte der zuständigen WSP-Dienststellen erreicht werden.

Im Jahre 1955 hat der Freistaat Bayern wie fast alle Länder der Bundesrepublik Deutschland eine "Vereinbarung über die Durchführung der schiffahrtspolizeilichen Vollzugsaufgaben" mit dem Bund abgeschlossen.

Aufgrund dieser Vereinbarung wurde festgelegt, dass das Land auf den Wasserstraßen Polizeikräfte bereitstellt. Kann oder will das Land keine Polizeikräfte für die schiffahrtspolizeilichen Überwachungsaufgaben stellen, werden diese Aufgaben von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes ausgeübt.

Der Dienstbereich der Bayerischen Wasserschutzpolizei umfaßt im Jahr 1995 insgesamt 876 km Bundes- und Landeswasserstraßen und mehrere staatliche und kommunale Häfen.

Ein Staatsvertrag zwischen Baden-Württemberg und Bayern regelt die Übernahme der wasserschutzpolizeilichen Aufgaben am Main im Bereich von Wertheim. Der Main gehört dort auf halber Breite und einer Länge von 37,5 km zum Staatsgebiet von Baden-Württemberg.

WSP 22, WSP/S Lohr am Main, Baujahr 1982, Länge 14,50 m, Breite 3,90 m, 2 x 240 PS
"WSP 22" der WSP/S Lohr a. M., zuletzt WSP/S Regensburg, Baujahr 1982, L: 14,50 m, B: 3,30 m, Motoren 2 MAN Diesel 2566 ME, je 240 PS, Boot wurde im Jahr 2000 verkauft


Die WSP/S Aschaffenburg und Lohr nehmen aufgrund des Staatsvertrages die WSP-Aufgaben im Gebiet von Baden-Württemberg war.



WSP auf dem Bayer. Teil des Bodensees

Nach einem Artikel in der Lindauer Zeitung vom 30. Januar 1995 soll bereits 1920 der Reichswasserschutz am Bodensee eingesetzt gewesen sein. Ein altes Beiboot des Schlachtschiffes "Hindenburg" diente als Dienstboot für die Wasserschutzpolizei.
Im Schreiben des bayer. Staatsministerium des Innern vom 03.Juli.1922 wird bekanntgemacht, dass der Reichsverkehrsminister den bisherigen Reichswasserschutz am Bodensee zum 15. August.1922 aufgelöst hat. Das Ministerium hat deshalb zum gleichen Zeitpunkt eine "kleine Abteilung der kasernierten Landespolizei (ca. 25-30 Mann)" nach Lindau verlegt, welche neben ihren sonstigen polizeilichen Aufgaben auch den WSP-Dienst übernahm.

Diese Beamten trugen als Dienstkleidung eine Art "Kieler-Matrosenanzug" mit Bändern an den Mützen.

Mit Auflösung der Bayer. Landespolizei im Jahr 1935 ging der WSP-Dienst am Bodensee auf die Bayer. Gendarmerie über. Heute ist die WSP in Lindau, wie überall in Bayern, in den Schutzbereich der zuständigen Polizeidirektion eingegliedert.

WSP 30 (Hecht), WSP/S Lindau, Baujahr 1977, Länge 21,20 m, Breite 4,27 m, 2 x MTU Diesel
"WSP 30"-Hecht der WSP/S Lindau, Bodensee, Baujahr 1977, L: 21,20 m, B: 4,27 m, Motoren 2 MTU Diesel, 8V 183 TE (1994)

WSP 32 (Zander), WSP/S Lindau, Baujahr 1993, Länge 7,50 m, Breite 2,50 m, Volvo Diesel 230 PS
"WSP 32"-Zander der WSP/S Lindau, Bodensee, Baujahr 1993, Länge 7,50 m, Breite 2,50 m, 1 Volvo Diesel AQKAD 42, 230 PS




WSP-Dienst auf den Bayerischen Seen

Chiemsee

Auf dem "bayerischen Meer" gibt es seit Mai 1947 auf Anordnung der amerikanischen und englischen Besatzungstruppen eine Wasserschutzpolizei. Die sieben Beamten der Schiffsinspektions- und Wasserschutzpolizei nahmen von Prien aus ihren Dienst vom Chiemsee bis zum Königsee wahr. Die vorgesetzte Dienststelle "Wasserstraßenverkehrs-Transportdivission" hatte ihren Sitz in Niederwalluf am Rhein.

Der WSP stand lediglich ein Pionier-Großsturmboot der früheren Wehrmacht als Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Die im Dienstbereich liegenden weiteren Seen konnten jedoch damit nicht bestreift werden, so dass das Boot nur auf dem Chiemsee zum Einsatz kam.

WSP 4, PI Prien, Baujahr 1940, 2 x 180 PS, ausgemustert 1966
"WSP 4" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1940, 2 x 180 PS, ehemaliges Pioniersturmboot der dt. Wehrmacht. Bei voller Beladung konnten die Boote ca. 40 Soldaten in kriegsmäßiger Ausrüstung aufnehmen. Ausgemustert 1966


Von der Herren- und Fraueninsel durfte zunächst die Herreninsel auf Veranlassung der Amerikaner nicht betreten werden.

Ab Oktober 1948 übernahm die bayer. Landespolizei auch die Aufgaben der WSP auf den Seen. Aus der Wasserschutzpolizei Prien ging die "Verkehrsstreifengruppe Wasser" als eigenständige Dienststelle hervor. Einige Zeit später erfolgte die vollständige Integrierung in die Landespolizeiinspektion Prien. Die WSP-Beamten hatten schon vom 10. bis 24. August 1948 eine besondere Aufgabe zu erfüllen. So wurden damals die Politiker, die dem Verfassungskonvent zur Schaffung des Grundgesetzes angehörten, mit dem Boot der WSP von Prien zum Tagungsort, dem Schloß Herrenchiemsee, übergesetzt.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung kam auch auf dem Wasser wieder die sportliche Betätigung zurück und bald liefen große Regatten ab, welche von der WSP überwacht werden mußten.

Im Laufe der Jahre erhielt die WSP am Chiemsee verschiedene Dienstboote. Im Frühjahr 1973 wurde ein neues Streckenboot (L: 14 m, Hersteller: Schottel-Werft) in Dienst gestellt. Dieses Boot ist noch heute im Einsatz.

WSP 4, PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1972, Länge 13,85 m, Breite 3,70 m, 252 PS
"WSP 4" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1972, Länge 13,85 m, Breite 3,70 m, Motor: 1 MAN D 2866 E, 252 PS.

WSP 5, PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1969, Länge 6,42 m, Breite 2,34 m, BMW 205 PS
"WSP 5" der PI Prien, Chiemsee, Baujahr 1969, Länge 6,42 m, Breite 2,34 m, Motor: BMW B 635 Z (1986), 205 PS. Das Boot wird ab 2000 als Ausbildungsboot bei der WSP/D Bayern eingesetzt.


Als weiteres Fahrzeug steht ein offenes Streifenboot, Länge 6,50 m, zur Verfügung.

Die Boote auf den Seen, Surfer, Badegäste, Radfahrer in Uferregionen und Besucher der Inseln wurden immer mehr. Auf dem Chiemsee mit seinen 84 Quadratkilometern Wasserfläche sind heute ca. 6000 Sportboote zugelassen. Das sind nur größere Boote ab 9,20 m Länge, Boote mit Wohn-, Koch-, Schlafeinrichtung oder Boote mit Motorantrieb. Die kleineren Boote sind nicht erfaßt. Es wird jedoch geschätzt, dass in den 14 größeren Häfen, an Bojen und Landliegeplätzen, noch einmal 6000 kleinere Fahrzeuge hinzukommen. Ebenfalls nicht erfaßt sind die trailerbaren Boote.

Zur Zeit sind bei der PI Prien 10 Polizeibeamte als Bootsführer eingesetzt. Vier davon verrichten in den Sommermonaten ständig den WSP-Dienst und tragen zu dieser Tätigkeit auch die blaue WSP-Uniform.

WSP 4, PI Prien, Chiemsee, Baujahr 2001, L: 14,50 m, B: 3,70 m, Motoren: 2 MAN D 2866 LXE, je 294/400 KW/PS
WSP 4, PI Prien, Chiemsee, Baujahr 2001, L: 14,50 m, B: 3,70 m, Motoren: 2 MAN D 2866 LXE, je 294/400 KW/PS, Indienststellung und Bootstaufe durch Frau Karin Stoiber am 30.06.2001


 
"WSP 6", PI Prien, Chiemsee, Baujahr 2000, L: 7,50 m, B: 2,50 m, Motor: Volvo Penta KAD-32/DB, 125 KW (170 PS), 4 Zyl. Diesel




Starnberger See, Ammersee, Forggensee und 33 kleine Seen

Die rasante Entwicklung des Wassersports in den letzten Jahren erreichte in Bayern neben den großen Segelrevieren wie Chiemsee, Starnberger See, Ammersee und Forggensee auch 33 weitere kleinere Seen, wo fleißig Wassersport in allen Varianten betrieben wird.

WSP 1, PI Starnberg, Starnberger See, Baujahr 1986, Länge 13,97 m, Breite 3,90 m, 2 x 242 PS MAN Diesel
"WSP 1" der PI Starnberg am Starnberger See, Baujahr 1986, L: 13,97 m, B: 3,90 m, Motoren 2 MAN Diesel 2866 E, je 242 PS


Von den Landratsämtern, Rettungsdiensten und nicht zuletzt von den Wassersporttreibenden selbst wurde an die Polizei immer häufiger die Forderung herangetragen, auch die kleineren Seen polizeilich zu überwachen.

Nach einer Weisung des Bayer. Staatsministerium des Innern wurden deshalb ab 1982 folgende Seen in die Überwachung einbezogen:



Wörthsee, Pilsensee, Simsee, Tegernsee, Schliersee, Fachinger See, Waginger See, Staffelsee, Riegsee, Kochelsee, Walchensee, Lechstaustufe 23, Weitmannsee, Großer Alpsee, Niedersonthofener See und Grüntensee.



WSP 44, PI Bad Wiessee, Tegernsee, Baujahr 1990, Länge 6,55 m, Breite 2,45 m, Volvo 205 PS
"WSP 44" der PI Bad Wiessee, Tegernsee, Baujahr 1990, Länge 6,55 m, Breite 2,45 m, Motor Volvo AQ 205 DP, 205 PS


Später kamen die Donau bei Dillingen, Gundelfinger Seenplatte, Altmühlsee, Brombachsee, Igelsbachsee und Rothsee hinzu. Mit der Fertigstellung des Brombach-Hauptsees, der die Größe des Tegernsees erreicht, wird ein weiteres Wassersportzentrum in Mittelfranken entstehen.